Sertralin

Sertralin gehört zu den wichtigsten Arzneistoffen gegen depressive Erkrankungen. Die Depression  ist eine ernstzunehmende, psychische Erkrankung, die nicht mit vorübergehender innerer Verstimmung oder Trauer verwechselt werden darf, die ihrerseits angemessene Reaktionen auf bestimmte äußere Ereignisse (wie Verluste oder nach dem Tod von Angehörigen) darstellen. Der Wirkstoff Sertralin hilft Patienten, indem er stimmungsaufhellend, aktivierend und angstlösend wirkt. Hier lesen Sie alles Wichtige über die Wirkung und Anwendung von Sertralin, Nebenwirkungen und Warnhinweise.

Wirkung

Im Gehirn und Rückenmark (Zentrales Nervensystem) sorgt das Zusammenspiel aus verschiedenen Botenstoffen (Neurotransmitter) dafür, dass man angemessen auf bestimmte Situationen (wie Freude, Aufregung etc.) reagieren kann. Dazu werden die verschiedenen Botenstoffe (wie Serotonin und Noradrenalin) je nach Bedarf von Nervenzellen ausgeschüttet und später wieder aufgenommen und gespeichert.

Dieses Gleichgewicht der Botenstoffe ist bei Menschen, die unter einer depressiven Erkrankung leiden, gestört. Es treten Symptome wie Niedergeschlagenheit, Schlaflosigkeit und Angstzustände auf, die dem Betroffenen eine aktive Teilnahme am normalen Lebensalltag erschweren.

Der Wirkstoff Sertralin gehört zur Gruppe der „Selektiven-Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer“ (SSRI): Er hemmt die Wiederaufnahme von Serotonin in seine Speicherzellen. Dadurch steigt die Menge an freiem und damit aktivem Serotonin zwischen den Gehirnzellen, was einen stimmungsaufhellenden, aktivierenden und angstlösenden Effekt hat.

Aufnahme, Abbau und Ausscheidung

Das Antidepressivum wird fast vollständig aus dem Darm aufgenommen und danach über die Leber verstoffwechselt. Die Wirkung tritt meist nach einer Anwendungsdauer von einer Woche ein, es kann aber bis zu einem Monat dauern, bis sich die Sertralin-Wirkung vollständig entfaltet.

Lithium zum Stimmungsausgleich

https://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/depression/therapie/antidepressiva/lithium_aid_16968.html

colourbox.de Oft verschreiben Ärzte Lithium, um die Wirkung von Antidepressiva zu verstärken.

Bereits im fünften Jahrhundert nach Christus war bekannt, dass lithiumhaltiges Mineralwasser die Stimmung ausgleicht. 1949 entdeckte der australische Psychiater John F. Cade, dass Lithium einen leicht dämpfenden Effekt auf Patienten mit übersteigerter Hochstimmung hat. Rund zehn Jahre später bestätigte der dänische Wissenschaftler Mogens Schou diese Wirkung und führte Lithium in Europa ein.

Lithium ist ein Leichtmetall und kommt in verschiedenen Salzen vor. Es wirkt im Gehirn auf eine Vielzahl biochemischer Prozesse. Welcher der Effekte sich antidepressiv auswirkt, ist den Forschern bis heute nicht klar.

Für Gesunde besitzt Lithium keine Auswirkung auf die Psyche. In Kombination mit Antidepressiva sorgt es dafür, dass ein Rückfall unwahrscheinlicher wird. Ärzte verordnen Lithium deshalb vor allem in der Langzeittherapie von Patienten mit so genannten bipolaren Depressionen, durch die sich depressive Phasen mit Phasen der Hochstimmung abwechseln. Gelegentlich verschreiben Ärzte Lithium, um die Wirkung von Antidepressiva zu verstärken.

Nebenwirkungen

Zu Beginn der Behandlung kommt es gelegentlich zu leichten Nebenwirkungen wie Verdauungsbeschwerden und Händezittern.

Hinweise

Problematisch ist die richtige Dosierung. Denn zwischen zu wenig und zu viel gibt es nur wenig Spielraum. Da es leicht zur Überdosierung und damit zu Vergiftungserscheinungen kommt, sollte der behandelnde Arzt die Konzentration von Lithium im Blut alle drei Monate kontrollieren.

Lindenhöhe-Erfahrung

klinikbewertungen.de

Gesamtzufriedenheit: sehr zufrieden (Siehe Bericht)
Qualität der Beratung: sehr zufrieden (Hier ist man Mensch und nicht nur Patient.)
Medizinische Behandlung: sehr zufrieden (, weil das Konzept stimmig ist) Verwaltung und Abläufe: zufrieden
Ausstattung und Gestaltung: sehr zufrieden
Pro:Das „Gesamtpaket“ ist sehr gut. Wer aktiv mitmacht ist dort richtig. Kontra:Es gibt immer etwas zu verbessern: Freizeitgestaltung Krankheitsbild:Depressionen, Trauma Erfahrungsbericht:

Ich war zweimal in der Lindenhöhe. Beim erstenmal für 5 Monate inkl. Tagesklinik, beim zweiten Album für 3 Monate.

Depressionen und ein Trauma haben mich zu den Aufenthalten gezwungen.

Wer sich für eine stationäre Behandlung und Therapie in der Lindenhöhe entscheidet, muss die Bereitschaft mitbringen sich seiner Situation zu stellen und aktiv mitzuarbeiten. Eine Psychotherapie ist Arbeit. Besonders für den Patienten. Wer das verstanden hat und akzeptiert, findet in der Lindenhöhe die bestmöglichen Ressourcen, um seine Krankheit zu akzeptieren und besser damit umgehen zu können.

Es wird nicht nur die Krankheit therapiert, sondern auch mit vielen Informationen und Bespielen erklärt wie wir uns von der Krankheit beherrschen lassen und welche Strategien und Maßnahmen wir als Patienten einsetzten können, um wieder Spaß am Leben haben zu können.

Frau Dr. Menne ist eine Ärztin, die kein Blatt vor den Mund nimmt und klare Anweisungen gibt, die mir (im ersten Moment) nicht immer gefallen haben, aber notwendig waren.Sie hört sehr gut zu und ist auf meine Sorgen, Wünsche und Anregungen immer eingegangen. Sie hat mich nicht nur als Patienten, sondern auch als Mensch mit all seinen Stärken und Schwächen wahr genommen. Frau Dr. Menne ist nicht nur kompetent, sondern auch sehr humorvoll und lustig.

Das Pflegepersonal und die Therapeuten sind kompetent und offen für Kritik. Die angebotenen Therapien und Angebote sind umfangreich und kurzweilig.

Die Zimmer und das Essen lassen auch keine Kritik zu.

Es geht mir heute sehr viel besser. Nicht weil ich Tabletten nehme, sondern weil ich die richtige Therapie bekommen habe und gelernt habe, mir von meinen Depressionen nicht die Lebensfreude nehmen zu lassen.

M. L. aus Karlsruhe

Jane Goodall-Pandemie

Die Corona-Pandemie ist nach Ansicht der berühmten Forscherin und Umweltaktivistin Jane Goodall durch einen respektlosen Umgang des Menschen mit Natur und Tieren ausgelöst worden. Verhaltensforscherin Jane Goodall (Bild: Sven Hoppe/DPA/Belga)

Verhaltensforscherin Jane Goodall (Bild: Sven Hoppe/DPA/Belga)

Die 86-Jährige rief zu einem anderen, bewussteren Umgang mit der Umwelt auf, um künftige Katastrophen zu verhindern. „Wenn wir beispielsweise den Wald zerstören, werden die verschiedenen Tierarten, die ihn bewohnen, gezwungen, auf engerem Raum zu leben. Krankheiten werden von einem Tier auf das andere übertragen – und eines dieser Tiere, das gewaltsam in die Nähe des Menschen gebracht wird, wird diese wahrscheinlich infizieren“, erklärte die britische Forscherin, die insbesondere durch ihre Arbeit mit Schimpansen in Afrika berühmt wurde.

Auch eine exzessive Jagd auf Tiere, Wildtiermärkte in Afrika und Asien und Intensivlandwirtschaft, die auf Fleischkonsum ausgerichtet ist, förderten die Verbreitung von Viren. In Afrika sei es aber schwierig, den Fleischverkauf zu stoppen, da zahlreiche Menschen für ihren Lebensunterhalt darauf angewiesen seien.

Goodall betonte, dass jeder Mensch zu einem bewussteren Umgang mit Natur und Tieren beitragen könne. „Es bleibt zu hoffen, dass durch diese beispiellose Reaktion mit den weltweiten Abriegelungen mehr Menschen aufwachen und endlich darüber nachdenken, wie sie ihr Leben anders leben können“, sagte Goodall.

Motorradreisen und psychisch krank ||Mopped&Psyche Teil 2

in der Manie zu riskant unterwegs? In der Depression die Todessehnsucht verspüren? Keines von beiden, denn das ist zu einfach gedacht.
Das Mopped seh ich immer mit Respekt vor seiner Kraft, Schnelligkeit und Wendigkeit. Dezent und in Ruhe wird der alte Vierzylinder mit hohen Tagesschnitten von 1000km und mehr bewegt. Will ans Ziel kommen, so wie jedes Jahr im Oktober nach Colombres [http://www.motoclubindianos.com]. Unter motosolution.de sind einiger der alten Motorräder zu sehen.

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Abb.9: „sex on wheels“ oder wie Paul sagen würde „meals on wheels“Abb. 10: Bollwerke der letzten Jahrhunderte verlassen nd Vergangenheit. Die Dörfer warten auf eine Erweckung durch Touristen oder lokaleProgramme

Korsika 2010
Der folgende Tag gehörte dem Osten von Corte, der Castigniccia, das eigentlicheHerzland der Insel. Und wie es für uns typisch ist, hab ich nur die kleinsten Straßen für unsere Tour ausgewählt.Wir fuhren reell nicht viel, aber die Strecke war gespickt mit tausend Kurven und kleinen Dörfern mit pittoresken Aussichten und Schlaglöchern und wir kamen dem korsischen ein wenig näher

Die Ostküste hat uns enttäuscht, aber das sollte uns auch nicht weiter interessierenund wir fuhren von Corte aus am nächsten Tag durch die Scala Sta. Regina über dieD84 an die Westküste nach Porto in die Nähe der Calanche.Was für ein spektakulärer Schluchten- und Pässeritt dem Meer entgegen.Abb.11: und wieder die charcuterieAbb. 12: Scala Regina, den ganzen Tag. Es gibt schlimmeres um seine Lebenszeit zu verbringenPorto an der Westküste ist das Tor zu Calanche im Süden und gerne stiegen wir in einem kleinen Motorradhotel ab und blieben zwei Tage.

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Abb.11: und wieder die charcuterieAbb. 12: Scala Regina, den ganzen Tag. Es gibt schlimmeres um seine Lebenszeit zu verbringen
http://www.pitpfaff.de

Motorradreisen und psychisch krank ||Mopped&Psyche Teil 1

Geht das? Kurz gesagt, klar, denn das ist heilende Medizin für die Seele. Einfach unterwegs und nur schon unterwegs zu sein, ist für mich Therapie. Das kleine 1-Mann-Zelt, die Thermarest mit Schlafsack, Trangia in der Ortlieb-Satteltasche und Espresso-System im Tankrucksack, Klappspaten klein und Ortlieb-T-Pack dabei und einfach, einfach sein.

Zitat Reisebericht Korsika 2010:

Um 7.00 Uhr, nach einer geruhsamen Nacht auf den Polstern des Speisesaals, erreichten wir Bastia und die Reise führte uns nach Norden zur Umrundung von Cap Corse. Da zeigte sich der Frühling und Sommerübergang in seiner vollen Pracht. Im Mai blüht die Insel und wir fanden Pflanzen in der Blüte vor, die wir nur als Grünzeug am Wegesrand kannten oder von der Sommerhitze komplett verbrannt.

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Abb.16: Frühlingsblüte…Abb.17: wo immer man schaut

Die Umrundung von Cap Corse ist ein stilvoller Einstieg in die Inselwelt und es heißt, es zeige sich die komplette Geographie und Schönheit der ganzen Insel im nördlichen Zeigefinger von Korsika.

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Abb.18: Cap Corse Richtung Südwest blickend

Ich hab kaum eine schönere Tagestour mit dem Motorrad erlebt, als die eindrucks-volle Fahrt um das Cap Corse, immer am Meer entlang, eine schmeichelnde Sonne, Kurven und Schlaglöcher und atemberaubende Aussichten übers Meer und Felsküste, und den bis 2700 m hohen und schneebedeckten Berges des Inselrückens im Hintergrund.

Das war Teil 1 zu Mopped&Psyche [http://www.pitpfaff.de]

Neuroleptika: Fluch oder Segen

Das erste Neuroleptikum Chlorpromazin

Der französische Militärarzt und Chirurg Henri Marie Laborit entdeckte als erster die psychotrope Wirkung von Chlorpromazin und ebnete damit den Weg für die Einführung der Neuroleptika

Der erste Wirkstoff, der als antipsychotisch wirksames Medikament vermarktet wurde, ist das Chlorpromazin.[13] Es wurde im Jahr 1950 erstmals in Frankreich bei Forschungen zu antihistaminisch wirksamen Substanzen vom Chemiker Paul Charpentier bei der Firma Rhône-Poulenc synthetisiert. Seine antipsychotische Wirkung wurde zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht erkannt. Im Jahre 1952 erprobte der französische Chirurg Henri Marie Laborit auf der Suche nach einem wirksamen Anästhetikum mehrere Antihistaminika. Er bemerkte, dass diese Stoffe eine sedierende und angstlösende Wirkung zu haben schienen, allen voran das Chlorpromazin.

Zwischen April 1951 und März 1952 wurden 4000 Proben an über 100 Forscher in 9 Länder verschickt. Am 13. Oktober 1951 erschien der erste Artikel, in dem Chlorpromazin öffentlich erwähnt wurde. Laborit berichtete über seine Erfolge mit der neuen Substanz bei der Anästhesie. Die beiden französischen Psychiater Jean Delay und Pierre Deniker gaben am 26. Mai 1952 bekannt, dass sie eine beruhigende Wirkung bei Patienten mit Manie gesehen hätten. Während Chlorpromazin am Anfang noch gegen viele verschiedene Störungen eingesetzt wurde, zeigte sich später als wichtigste Indikation eine spezifische Wirkung gegen psychomotorische Unruhe, vor allem bei der Schizophrenie.

Ab 1953 wurde das Chlorpromazin als Megaphen (Deutschland 1. Juli 1953) oder Largactil in Europa vermarktet, 1955 kam es in den USA unter dem Namen Thorazine auf den Markt. Die heute gebräuchliche Bezeichnung „Neuroleptikum“ wurde 1955 von Delay und Deniker eingeführt. Sie hatten beobachtet das Reserpin und Chlorpromazin sehr ähnliche extrapyramidale Nebenwirkungen haben.[14] Das neue Medikament wurde in den USA als „chemische Lobotomie“ beworben. Die Lobotomie war zu dieser Zeit eine verbreitete Gehirnoperationsmethode zur Behandlung einer Reihe von psychischen Krankheiten und Verhaltensstörungen. Die Verwendung von Chlorpromazin versprach eine vergleichbare Wirkung mit dem Vorteil, dass eine rein medikamentöse Behandlung nicht-invasiv und reversibel ist.

Die neurophysiologische Wirkung des Chlorpromazin wurde erforscht, davon ausgehend wurden zahlreiche weitere antipsychotisch wirksame Stoffe entdeckt. Die Forschungen führten 1957 zur zufälligen Entdeckung der modernen Antidepressiva sowie weiteren Wirkstoffen wie Anxiolytika.

Soteria (v. griech. σωτηρία „Rettung“, auch: Wohl, Bewahrung, Heil)

ist eine alternative stationäre Behandlung von Menschen in psychotischen Krisen. In einem alltagsnahen und normalisierenden Kontext (wohnlich, familienartig, entspannt) werden Patienten mit möglichst geringer neuroleptischer Medikation durch ihre Psychose begleitet.[1] Eine wichtige theoretische Basis dieser Therapieform ist die Affektlogik von Luc Ciompi.

Entwickelt wurde dieses alternative Behandlungsmodell im Zuge der Antipsychiatrie-Bewegung seit den 1960er Jahren. Die erste Einrichtung dieser Art wurde 1971 in Kalifornien (USA) vom Psychiater Loren Mosher (* 1933; † 2004) gegründet, musste jedoch nach zwölf Jahren wegen Einstellung staatlicher Hilfen geschlossen werden. 1984 gründete der Schizophrenieforscher Luc Ciompi in Bern (Schweiz) die erste Soteria[2] in Europa.

Das Soteria-Konzept hat seither vor allem in Deutschland Verbreitung gefunden. Seit den 1990er Jahren wurden dort über 15 Soteria-Projekte gegründet. Heute gibt es Soteria-Einrichtungen in Deutschland in Zwiefalten[3] (seit 1999), München[4] (seit 2003), Reichenau[5] (seit 2012), Gangelt[6] und Berlin[7] (beide seit 2013). Zudem gibt es seit 2012 in Bonn[8] eine Station mit Soteria-Elementen[9]. Die genannten Einrichtungen sind Mitglieder der 1997 in Bern gegründeten und 2015 in einen Verein umgewandelten Internationalen Arbeitsgemeinschaft Soteria (IAS)[10], deren Schwerpunkt neben Vernetzung und fachlichem Austausch die Sicherung der Soteria-Behandlungsqualität mittels der “Soteria Fidelity Scale”[11] ist. Daneben gibt es auch Soteria-Häuser in Tokyo[12] und Jerusalem[13] sowie Soteria-Projekte in Großbritannien[14] und den Niederlanden[15].

Bipolar und nun?

nicht einfach, aber welche psychische Erkrankung ist das schon. Nicht heilbar, aber therapierbar. Das ist zum einen ernüchternd, aber macht auch Hoffnung,

Lang hat es bei mir gedauert um zur Krankheit zu stehen, auch die positiven Aspekte zu begreifen und das Leben und die Arbeit anzupassen.
Früh schon fühlte ich mich anders und wußte nur, nicht den vorgezeichneten Weg zu gehen, keine Heirat und keine Kinder. Da mir mein Vater die bipolare Krankheit vererbt hatte und ich das schon früh geahnt hatte, war die Sterilisation mit 23 Jahren folgerichtig.
Belastende Jobs und häufig dabei schwierige Beziehungen waren die besten Auslöser für mein „verrückt sein“. Als Single geht es besser und ich vermisse kaum etwas oder hab es verdrängt.
Es folgten lange Dekaden der Irrungen und Wirrungen, hab Lebensfreunde verloren und „gute“ Jobs aufgegeben, aber erst mit 50 den Weg der Transparenz beschritten. Es fühlt sich gut an.

Ex-In

Persönlich: die Chance mit der bipolaren Krankheit sinnstiftend arbeiten zu können, dabei nicht den Kontakt zu sich zu verlieren und ein Teil einer Reformbewegung zu sein, die unsere „Kranken“stationen verändern kann.

Erzähle in einem traditionellen Bewerbungsgespräch von einer bipolaren Störung und was das für deine Arbeit bedeutet und das Gespräch ist freundlich, aber schnell beendet. Könnte noch dezent und verheimlichend erwähnen von drei Burn Outs in 20 Jahren. Ginge vielleicht noch, wäre aber nicht ehrlich.

Für die Ausbildung zum Ex-In Genesungbegleiter ist das Erleben und durchstehen schwerer Krisen die Voraussetzung der Bewerbung. Wie sollten wir auch sonst begreifen können. Es ist eine Chance für beide Seiten.